Brutto Netto Rechner Österreich 2026
Berechnen Sie Ihr Nettogehalt nach Sozialversicherung und Lohnsteuer – inklusive 13. und 14. Gehalt und Jahresnetto.
Je ein Monatsbrutto; Sozialversicherung bis 17,07%, Lohnsteuer 6% nach 620 € Freibetrag.
Lohnsteuertarif 2026
Sozialversicherung 2026
Grenzen und Absetzbeträge
So wird aus Brutto Netto in Österreich
In Österreich wird das Gehalt 14-mal im Jahr ausgezahlt: zwölf laufende Monatsbezüge sowie Urlaubs- und Weihnachtsgeld. Der Arbeitgeber behält davon die Sozialversicherung ein, die an die ÖGK geht, und die Lohnsteuer, die er an das Finanzamt abführt.
Sozialversicherung
Dienstnehmer zahlen 10,25% Pensions-, 3,87% Kranken- und 2,95% Arbeitslosenversicherung sowie je 0,5% Arbeiterkammerumlage und Wohnbauförderungsbeitrag, zusammen 18,07%. Wien hebt seit 2026 einen höheren Wohnbauförderungsbeitrag ein (0,75%). Beiträge fallen nur bis zur Höchstbeitragsgrundlage von 6.930 € im Monat an. Bis zur Geringfügigkeitsgrenze von 551,10 € zahlen Dienstnehmer nichts; bei niedrigen Einkommen sinkt die Arbeitslosenversicherung auf 0% (bis 2.225 €), 1% (bis 2.427 €) oder 2% (bis 2.630 €).
Lohnsteuer
Das laufende Monatsgehalt abzüglich Sozialversicherung wird auf ein Jahr hochgerechnet; davon gehen die Werbungskostenpauschale von 132 € und eine allfällige Pendlerpauschale ab. Auf den Rest wird der Tarif angewendet, dessen Grenzen 2026 um 1,73% gegen die kalte Progression angehoben wurden. Von der Steuer werden der Verkehrsabsetzbetrag (496 €), der Alleinverdiener- oder Alleinerzieherabsetzbetrag, der Pendlereuro und der Familienbonus Plus abgezogen.
13. und 14. Gehalt
Urlaubs- und Weihnachtsgeld sind sonstige Bezüge. Nach 17,07% Sozialversicherung (Höchstgrenze 13.860 € im Jahr) bleiben die ersten 620 € steuerfrei, darüber gilt bis 25.000 € ein fester Satz von 6%, danach 27% und 35,75%. Liegt das Jahressechstel bei höchstens 2.615 €, sind sie steuerfrei.
Beispiel: 4.000 € brutto
Ohne Kinder, außerhalb Wiens: Pensionsversicherung 410,00 €, Krankenversicherung 154,80 €, Arbeitslosenversicherung 118,00 €, AK-Umlage und Wohnbauförderung 40,00 € sowie Lohnsteuer 552,41 €. Netto bleiben 2.724,79 € im Monat. Urlaubsgeld und Weihnachtsgeld bringen netto 3.155,37 € und 3.118,17 €, das Jahresnetto beträgt 38.971,02 €. Der Arbeitgeber zahlt zusätzlich rund 21% eigene Sozialversicherung (839,20 €) sowie Betriebliche Vorsorge, Dienstgeberbeitrag und Kommunalsteuer.
Was der Rechner nicht abbildet
Einen gesetzlichen Mindestlohn gibt es nicht, die Untergrenzen stehen im Kollektivvertrag, daher gilt hier keine. Nicht berücksichtigt sind Überstunden und Zulagen, Sachbezüge, Lehrlinge und ältere Arbeitnehmer mit ermäßigten Beiträgen. Gutschriften aus der Arbeitnehmerveranlagung wie SV-Rückerstattung oder Zuschlag zum Verkehrsabsetzbetrag sowie Familienbeihilfe und Kinderabsetzbetrag kommen zum Netto hinzu.
Häufig gestellte Fragen
Wie viel netto bleibt von 4.000 € brutto?
Ohne Kinder und außerhalb Wiens bleiben 2.724,79 € netto pro Monat: Abgezogen werden 722,80 € Sozialversicherung und 552,41 € Lohnsteuer. Mit Urlaubs- und Weihnachtsgeld ergibt das 38.971,02 € netto im Jahr.
Warum werden das 13. und 14. Gehalt niedriger besteuert?
Urlaubs- und Weihnachtsgeld sind sonstige Bezüge. Innerhalb des Jahressechstels bleiben die ersten 620 € steuerfrei, danach gilt bis 25.000 € ein fester Satz von 6%. Beträgt das Jahressechstel höchstens 2.615 €, fällt gar keine Lohnsteuer an. Die Sozialversicherung ist mit 17,07% etwas niedriger, weil AK-Umlage und Wohnbauförderung entfallen.
Gibt es in Österreich einen gesetzlichen Mindestlohn?
Nein. Mindestlöhne werden in den Kollektivverträgen der einzelnen Branchen festgelegt; die meisten sehen für Vollzeit rund 2.000 € brutto im Monat oder mehr vor. Der Rechner setzt deshalb keine Untergrenze an.
Was ist der Familienbonus Plus?
Ein Absetzbetrag von 2.000,16 € im Jahr (166,68 € im Monat) je Kind unter 18 und 700,08 € (58,34 € im Monat) je Kind ab 18, für das Familienbeihilfe bezogen wird. Er senkt die Lohnsteuer höchstens auf null und kann zwischen den Eltern je zur Hälfte geteilt werden.
Ab wann zahlt man Sozialversicherung?
Bis 551,10 € im Monat ist man geringfügig beschäftigt und zahlt als Dienstnehmer keine Sozialversicherung. Darüber fallen die vollen Beiträge an, bis 2.225 € allerdings ohne Arbeitslosenversicherung; bis 2.427 € beträgt sie 1%, bis 2.630 € 2%, darüber 2,95%.
Was bringt die Pendlerpauschale?
Die Pendlerpauschale von 31 € bis 306 € im Monat senkt die Bemessungsgrundlage der Lohnsteuer. Zusätzlich gibt es den Pendlereuro, seit 2026 6 € pro Kilometer einfacher Strecke und Jahr, der direkt von der Lohnsteuer abgezogen wird.